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Zur Geschichte des Pin-Up-Kartenspiels

Solange es Kartenspiele gibt, wurden diese nicht nur zum Kartenspielen verwendet.

Die ersten erotischen Darstellungen auf Spielkarten begegnen uns Mitte des 15. Jahrhunderts. Im 16. Jahrhundert finden wir mehrere Spiele mit der Darstellung von nackten Frauen und erotischen Darstellungen; bis Ende des 17.Jahrhunderts sind dann kaum weitere Belege erotischer Karten bekannt. Aus dem 18.Jahrhundert kennen wir sehr züchtige Darstellungen mit eher leichtem erotischen Einschlag, meist Liebespaare oder Werbeszenen, Nacktdarstellungen sind aus dieser Zeit kaum auf Karten zu finden.

Zu Beginn des des 19.Jahrhunderts und verstärkt im Biedermeier gab es zwei Arten erotischer Spiele: zum einen die eher schwärmerische Darstellungen und auf der anderen Seite eine Spielkarten-Gattung, die wir heute als "Translution" (die Karten zeigen gegen das Licht betrachtet pornografische Szenen) bezeichnen.

Im 19. und bis zum Beginn des 20.Jahrhunderts gab es eine Anzahl sogenannte galanter Spiele. Daneben gab es dezente Tarock- oder andere Spiele, die die Erotik behutsam ins 20.Jahrhundert brachten.

Aus den USA sind uns seit 1885 die ersten Pi-Up-Karten bekannt. Das waren Fotografien von spärlich bekleideten Mädchen in aufreizenden Posen.

  Es sollte jedoch bis zum Ende des zweiten Weltkriegs dauern, bis eine neue erotische Welle auf den Spielkarten-Sektor kam: die gezeichneten Pin-Up-Spiele.

Anfang der dreißiger Jahre tauchten in Amerika im Magazine "Esquire" die ersten gezeichneten Pin-Up-Mädchen auf, sie wurden unter dem Namen "Petty Girl" bekannt. Im Jahr 1940 bekam das "Petty Girl" ihre einzige und unerbittlichste Konkurrentin - das "Vargas Girl". Diese wurde vom peruanischen Zeichner Alberto Vargas geschaffen und sollte ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Pin-Up werden. Während des Zweiten Weltkrieges veröffentliche "Esquire" in fast jeder Nummer ein Faltblatt mit einem Pin-Up. Diese Bilder waren bei den amerikanischen Soldaten sehr beliebt und um so ein Bild an die Wand zu bekommen, muss man es befestigen, das heißt englisch "to pin up". So wurde daraus ein Schlagwort und ein Begriff.

1941 wurde das erste Vargas-Kartenspiel veröffentlicht. Dieses Spiel wurde ein Riesenerfolg. 1953 brachte die Creative Playing Card Company ein weiters Vargas-Kartenspiel auf dem Markt.

Neben Varags gelang einem anderen Pin-Up-Zeichner, Gil Elvgren, 1953 ein Kartenspiel bei der Creative Playing Card Company zu veröffentlichen.

Die Spiele von Vargas und Elvgren waren ein so großer Erfolg, dass bald eine Flut von Pin-Up-Spielen nicht nur in den USA folgte.

Bis zum heutigen Tage gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl gezeichneter Pin-Up-Spiele aus allen Teilen der Welt. Neben den gezeichneten gibt es eine noch größere Flut fotografischer Spiele, die mehr oder weniger ästhetischer ganz- oder halbnackter Mädchen und Männer zeigen.

Die Anfang der siebziger Jahre einsetzenden Pornowelle brachte auch im Gefolge eine Menge oft sehr harter fotografischer Kartenspiele mit sich. Diese Spiele sind in jedem Sex-Shop zu haben.

 Der Streifzug durch die Jahrhunderte erotischer Spielkarten hat es gezeigt: Ob mit Künstlerhand entworfen oder nur durch Kerzen sichtbar zu machen, ob in der Werbung eingesetzt oder zur Freude der Sammler und Liebhaber - Erotik war und ist auch im Kartenspiel immer dabeigewesen.

 

 

 

 

 

 

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